2009-10-02

von nächtlichen klavierkonzerten aus fenstern - ein open air nur für mich allein

ich hab schon lange nichts mehr veröffentlicht, einfach weil im moment mehr der bildsprache mächtig und auch sonst viel zu viel um die ohren. momentan bin ich studentin der kunstgeschichte und philosophie in greifswald, denke über einen nebenhörer an der udk nach und versuche alles irgendwie unter einen hut zu bekommen. nebenbei scheint sich das fotografieren zu verselbstständigen und es kommen immer mehr anfragen. gestern den kompletten tag geburtstag gefeiert, gekocht und gegessen, was super war. tanzen entdeckt und meine beine. hello saferide ist mit mir in diesen tagen, auf'm immergut zum ersten mal gehört und jetzt zu mir zurück gekommen.

ich habe mich viel in diesen tagen gefragt, über meine eigene sensibilität, über die der anderen, ob man nun sensibel sein mag oder nicht, das ist alles eine frage des wollens und ich will, denn ich find es großartig für menschen da zu sein, ihnen beizustehen und sie zu stärken. sensibilität bringt aber auch mit sich, dass viele dinge anstrengend werden. ich bin gern in berlin, aber mit der zeit ist es einfach zu viel, weswegen ich diese wunderbare residenz im vorgarten meiner eltern genieße und ehrlich gesagt ist es mit egal, wieviele menschen noch verwirrt gucken, meinen sie müssten mir das leben erklären und denken sie wüssten es besser. ich bin sehr selbstständig und in gewisser art und weise brauchen wir alle emotionalen schutz, etwas das uns sicherheit und geborgenheit gibt, ich verbringe sehr gern zeit mit mir selbst, aber freue mich auch genauso menschen zu sehen, doch am einfachsten ist es, wenn mich diese sehr gut verstehen, genauso sensibel sind oder ich wenigestens offen meine grenzen erklären kann. bei manchen menschen fällt mir das schwerer bei manchen leichter, bei denen wo es mir leichter fällt, bin ich natürlich lieber, deswegen hab ich mir vorgenommen, mehr meine grenzen abzustecken, bei allen menschen und jeden gleich zu behandeln. es ist nicht einfach, aber ich werde es wohl lernen müssen um einfach klarzumachen wo ich stehe, um für mich einzustehen. jedenfalls liebe ich meine vier wände, wenn auch das badezimmer noch nicht fertig ist, was hoffentlich doch noch in diesem jahr passiert. ich werde mich nicht mehr für das rechtfertigen was ich bin, denn ich liebe meine eigenschaften und mag mich für den menschen der ich bin. ich liebe es momentan immer mehr tolle sachen an mir zu entdecken, dinge die schon immer da waren, aber mir einfach noch nicht bewusst war oder sie mir nicht zugetraut hätte. ich bin mit in den letzten wochen auch viel mehr über meine wünsche und bedürfnisse klar geworden und es fühlt sich sehr gut an.

in aller erster linie bin ich frau, dann künstlerin und heilerin. ich liebe es menschen zu verbinden, gedanken auszutauschen, mir über zusammenhänge zwischen menschen und auf dieser welt im klaren zu werden und diese in verschiedenen künstlerischen bereichen auszudrücken (vorzugsweise durch meinen körper, durch tanzen und singen - ich will ja schließlich nutzen, was ich bereits bei mir hab, dann eben fotografieren und was sich sonst so ergibt). ich liebe es einfach und mag keine komplizierten sachen (bei dem gedanken mir noch mehr fotoequipment zulegen zu müssen und mich mit materiellem zu beschweren, wird mir schlecht - für fotografieren ohne blitz). besitz macht mich unfrei und ich hab lieber wenig, aber dafür qualität. ehrlichkeit und offenheit rockt und nur dadurch wächst man im leben. ich weiß, dass ich arbeiten kann und freue mich auch, wenn ich anderen menschen dadurch freude bereiten kann, aber ich hasse den gedanken meine kostbaren energien für andere menschen zu verschwenden, damit diese an mir sparen, aber sich durch mich und meine persönlichkeit reich machen und mich nicht respektieren. ich lerne, mit jedem tag mehr, meine bedürfnisse mehr und mehr zu respektieren und andere menschen hinten anzustellen ohne sie damit zu verletzen. der grund: ganz einfach, wenn es mir nicht gut geht, kann ich nur wenig zum allgemeinen wohlsein beitragen. so etwas zu verstehen dauert, wenn man mit unverständnis aufwächst. dennoch bin ich sehr dankbar über alle erfahrungen die ich gesammelt hab, dankbar über das letzte wochenende und die verbindung zu meiner mom und generell zu meinen eltern. ich bin froh, dass ich die möglichkeit ergriffen habe sie kennenzulernen, sie verstehen zu lernen, weil ich mich ja sonst auch nicht verstehe. ich liebe es menschen zu verzeihen und sie verstehen zu lernen. bin gerade noch auf dem weg reiki, shiatsu oder ergosoma zu lernen (hab mich noch nicht entschieden und möchte mich noch ausprobieren).

ansonsten bin ich froh über veränderungen, wenn es auch wehtut, liebe den herbst und seine kühle luft, freue mich über ein vorerst beendetes filmprojekt was am 21.11. im acud, bei kiezkieken zu bestaunen ist, über diverse möglichkeiten zu lernen, über einen gelungenen geburtstag bei freunden mit sehr viel gutem essen und gesprächen. liebe meine stimme und was sie so alles fähig ist zu leisten. freue mich auf italienischen besuch nächste woche und griechischen, der noch ohne zeit und raum, weil es eben immer so bei uns ist. kann es kaum erwarten seinen film zu sehen und wie er mich sieht. tolle menschen, tolle erfahrungen, aber irgendwie lebe ich gerade zu sehr im moment um jetzt die letzten monate herauszukramen. fest steht: ich bewege mich und es passiert viel in mir und ich liebe es, liebe euch, liebe lernen!

achso und gitarren verschenken rockt auch, es war eben ein moment in dem ein mensch mit einer sache mehr anfangen konnte als ich, wieso sollte ich sie dann also behalten und nicht ihm eine freude damit machen und wieso muss ich mir das dann auch noch 100 mal anhören? nein, ich fühle mich dafür nicht schlecht und hab den moment sogar genossen, einfach weil es ein grandioses privatkonzert gab und ich glücklich war etwas geben zu können und zwar an jemanden, den das garantiert glücklich gemacht hat.

anonsten in meinen gedanken: pferde! ich glaub es wird mal wieder zeit herauszufinden was da noch ist. irgendwie komisch das gefühl, aber ich sollte mich mal aufmachen und herausfinden. dann froh über meine träume der letzten nacht und ich will definitiv mehr davon und mehr damit machen können. gedanken bewegen, gedanken bstimmen. für mehr freiheit! frei sein rockt!

noch ein toller moment: erik saties gymnopédie no. 1 aus dem wohnzimmer eines fremden, in der sophienstrasse genossen. openairkonzerte diese art find ich besonders gut und menschen dabei zu haben, die das auch zu schätzen wissen und meine freude teilen, im selben moment sind, das ist noch 1000x schöner. für mehr klavierspieler und offene fenster in dieser stadt!!!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Endlich was von dir lesen. Schöne Fotos.

nanny hat gesagt…

danke dir. wer liest und schreibt da?